Handbuch

Soeben ist das „Handbuch Staat und Migration in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert“, herausgegeben von Jochen Oltmer, erschienen. Mehr als 1000 Seiten.

Darin ein Beitrag von mir unter dem Titel „Migration als Kriegsfolge: Instrumente und Intentionen staatlicher Akteure nach 1945″

Staaten rahmen und gestalten Migrationsprozesse, kanalisieren Migrationsbewegungen und kategorisieren Migrantinnen und Migranten. Unterschiedliche staatliche Akteure beschränken oder erweitern die Handlungsspielräume von Menschen, die danach streben, ihre Arbeits-, Erwerbs-, Siedlungs-, Bildungs- oder Ausbildungschancen mithilfe von Bewegungen zwischen geographischen und sozialen Räumen zu verbessern oder sich neue Chancen zu erschließen. Die Kontroll-, Steuerungs- und Regulierungsanstrengungen staatlicher Institutionen können Freiheit und Freizügigkeit von Einzelnen oder Kollektiven so weit beschränken, dass Formen von Zwangsmigration die regionale Mobilität dominieren. – Das Handbuch überblickt die Genese des Wechselverhältnisses von Staat und Migration in Deutschland in einer langen Perspektive vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart und fragt nach dem Wandel von weltanschaulichen und politischen Prinzipien, obrigkeitlich bzw. staatlich gesetzten Regeln und administrativen Entscheidungsprozeduren, die Einfluss auf Zuwanderung und Abwanderung genommen haben.

https://www.imis.uni-osnabrueck.de/publikationen/neuerscheinungen.html (20.12.2015).

 

Hier der Link zum Verlag mit Informationen zum Buch und einem Zugang zu den Inhalten (Inhaltsverzeichnis frei).